Bilder von links nach rechts:

    Augustinus, 354 - 430
    Martin Luther, 1483 - 1546
    Johannes Calvin, 1509 - 1564
    Michel de Montaigne, 1533 - 1592

Zum Antidiskriminierungsgesetz

So alt ist das Gleichbehandlungs- oder Antidiskriminierungsgesetz (AGG) auch noch nicht. Manche Verkrampfung aus der Anfangszeit des Gesetzes hat sich gelöst. Allerdings es wäre unklug, das AGG aus dem innerbetrieblichen Focus zu streichen und zur Tagesordnung zurückzukehren. Das könnte in vielerlei Hinsicht teuer werden. Die eine oder andere Firma kann ein Lied davon singen. Eins ist auch sicher: Der Prozess zum Abbau von Ungleichbehandlungen- gerade durch die Brüsseler EU-Kommision – geht forciert weit. Gleichgültig, ob einem das passt oder nicht.

Wir haben in den vergangenen Jahren beobachtet, dass auch die Chancen der Antidiskriminierungs-Richtlien erkannt und wahrgenommen wurden, die das AGG bietet.

Dazu verpflichtet das Gesetz:

Information über das AGG im Betrieb

Dafür müssen die verschiedenen Kanäle und Verfahren genutzt und möglicherweise neue geschaffen werden. Alle, Führungskräfte wie Mitarbeiter, sind zu schulen, wie Benachteiligungen verhindert und wie man sich gegen sie wehren kann. Achtung: Das gilt auch im Blick auf die Kunden!

Bewerbermanagement

Jobangebote müssen neutral formuliert sein und mögliche Ungleichbehandlungen konsequent vermieden werden. Achtung: Auch wer für das Bewerbermanagement einen externen Personaldienstleister bemüht, ist deshalb noch lange nicht aus dem Schneider.

Personalmanagement

Alle Arbeitsverträge, Betriebsvereinbarungen, Tarifverträge müssen auf mögliche Verstöße gegen das AGG durchforstet werden. Ein besonderer Focus ist auf Beförderungs- und Einstellungsbedingungen für Ältere zu richten. Ungleichbehandlungen müssen erkannt und beseitigt werden.

Dokumentationspflicht

Alles, was im Rahmen der vorangestellten Punkte unternommen wurde, sollte zeitnah und umfassend dokumentiert werden. Wer nachweisen kann, was er alles im Zusammenhang der vorangestellten Punkte getan hat, ist auf der sicheren Seite.

Einrichtung einer Beschwerdestelle

Dazu sind Sie verpflichtet. Unbeschadet davon, daß sich jeder an die Antidiskriminierungsstelle (s.o.) wenden kann. Wir empfehlen Ihnen, unsere Ethikhotline zu nutzen. Wir fungieren für mehrere Firmen seit Inkrafttreten des AGG als Beschwerdestelle. Die praktischen Erfahrungen haben uns von der Nützlichkeit dieser Einrichtung überzeugt.

Leitlinien und Führungsgrundsätze

Wir bieten maßgeschneiderte Formulierung. Unsere Empfehlung: Die Einführung eines sog. Diversity-Managements. Gerade Unternehmen mit US-Verbindungen haben es schon länger implantiert und damit gute Erfahrungen gesammelt. Allerdings müssen die Leitlinien konsequent und unverzüglich im Führungshandeln ihren Niederschlag finden.

Augustinus

In Dir muß brennen, was Du in anderen entzünden willst