Bilder von links nach rechts:

    Aristoteles, 384 - 322 v. Chr.
    Epikur, 341 - 271 v. Chr.
    Marc Aurel, 121 - 180
    Jean-Paul Sartre, 1905 - 1980

Führungstraining

Als handlungsleitend erweisen sich stets die eigenen Einstellungen. Die gilt es in einem ständigen Prozess zu überprüfen. »Drei der schlimmsten Sünden sind der Selbstbetrug, die Selbstgerechtigkeit und die Selbtsbeweihräucherung«, schrieb der frühere Chefrdakteur der Süddeutschen Zeitung Herbert Riehl-Heyse

Le styl est l'homme. So ein kluger Franzose. Übertragen auf die berufliche Ebene bedeutet das: Der Führungsstil macht die Unternehmerpersönlichkeit aus. Allerdings: Wer versucht, in Katalogen den aktuellsten, poppigsten, griffigsten, effizienteren etc. Führungsstil für sich zu finden, wird höchstens für kurze Zeit die Aufmerksamkeit seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen. Und dabei kaum mehr als Heiterkeitserfolge erringen. Einen fremden Stil zu übernehmen wirkt – sollte es überhaupt klappen – meistens komisch.

Erfolgreicher ist die Entdeckung des eigenen Führungsstils. Den gilt es dann zu entwickeln, anzureichern und zu kultivieren. Jeder Unternehmer und jede Führungspersönlichkeit beeinflusst durch ihr Verhalten andere Menschen. Im angelsächsischen Bereich heißt das Leadership. Jedes Unternehmen, jede Firma und jede Abteilung ist der verlängerte Schatten eines Mannes oder einer Frau. Leadershiist eine bewusst persönliche Entscheidung für einen bestimmten Stil im Umgang mit sich selbst und mit anderen. Die Ausprägung von Leadershierkennt man im Umgang mit Kunden, Vorgesetzten und Kollegen. Vor allem aber in der Beziehung zu den eignen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Leadershiist nicht gleich Management. In dem Fall sind die englischen Begriffe hilfreich, denn im Deutschen bleibt die notwendige Differenzierung auf der Strecke. Die Sache vom Management ist die Umsetzung von Führungsentscheidungen. Dafür beschafft es die entsprechenden Werkzeuge, setzt sie gezielt ein und überprüft dann die Arbeitsergebnisse. Das Management ist für den Ablauf und die Abwickelung von Arbeitsprozessen zuständig. Leadershidagegen hat die Führung von Unternehmen und Menschen im Blick. Um einen militärischen Führer, Charles de Gaulle, zu bemühen: »L’intendance suivra« (der Troß wird schon folgen).

Leadershizielt nicht auf den Erwerb von nützlichen Tools sondern meint Arbeit an sich selbst. Dazu gehören die Schärfung des eigenen Blicks für Sinnzusammenhänge, die bewusste Pflege von Tugenden und Werten und die Kultivierung des persönlichen Freiheitsspielraums. »Eventus stultorum, magister est« (der Erfolg ist der Lehrer der Toren), meint Livius.

Bei der Entdeckung, Reflexion und Optimierung des eigenen Führungsstils geht es konkret darum

Führen heißt Gespräche führen. Gut führen heißt gute Gespräche führen. »Mach ich täglich«, lautet ein oft gehörter Einwand. Doch wer optimal führen will, muss unterschiedliche Gesprächsformen beherrschen und sie gezielt einsetzen können. Dazu gehören das:

Vermischen Sie mal ein Konflikt- mit einem Beurteilungsgespräch und Sie werden erfahren, welch ein leicht entflammbares Gemisch entsteht. Sie können es regelrecht riechen. Andersherum: Wer die unterschiedlichen Gesprächsformen beherrscht, verfügt über die effektivstenF Führungsinstrumente.

Korruptionsprophylaxe

Korruption schließe ich bei uns aus. Wenn Sie sich da mal nicht täuschen »Wo es bis jetzt keine Korruptionsfälle gibt«, schreibt die Kriminologin Prof.Dr.Britta Bannenberg, »sind sie nur noch nicht aufgedeckt worden«.

Um sich gegen die Krake Korruption zu wappnen reicht es nicht, eine Planstelle für Compliance in Unternehmen einzurichten oder einen sog. Antikorruptionsbeauftragten zu installieren. Die Auseinandersetzung mit den Erscheinungsformen der Korruption ist eine nicht delegierbare Aufgabe der Führung auf allen Ebenen. Wobei deutsche Unternehmen och immer ein erhebliches Defizit in der Korruptionsabwehr- und -bekämpfung haben. So fand man heraus, dass nur 26 Prozent der deutschen Firmen ihre Führungskräfte im Kampf gegen Korruption weiterbilden. Weitaus weniger als in den USA (68 Prozent) und Großbritannien (44 Prozent). Einschlägige Seminare finden geringe Resonanz, und es gibt auch weniger Hotlines als im Ausland, über die Mitarbeiter vertrauliche Hinweise geben können.

Ein Mix von unterschiedlichen Maßnahmen, greift bei der Eindämmung bzw. Abwehr von Korruption. Nach unseren Erfahrungen haben sich als nützlich erwiesen:

In unseren Seminaren und Workshops werden zusätzlich folgende Aspekte thematisiert:

Aristoteles

Das Denken für sich allein bewegt nichts, sondern nur das auf einen Zweck gerichtete und praktische Denken.