Bilder von links nach rechts:

    Aristoteles, 384 - 322 v. Chr.
    Epikur, 341 - 271 v. Chr.
    Marc Aurel, 121 - 180
    Jean-Paul Sartre, 1905 - 1980

Vorbereitung auf Überfälle & Geiselnahmen

Auf die skeptische Frage, ob das denn möglich ist, antworten wir mit einem klaren Ja. Auch für den Zusammenhang gilt, was der preußische Generalfeldmarschall v. Moltke einst so formulierte: »Was im Frieden nicht geübt wird, wird im Krieg mit Verlusten bezahlt«.

Ein Überfall ist ein extremes Stressereignis. Bewusstes und überlegtes Handeln ist dabei nahezu unmöglich. Doch wie wir uns dabei verhalten ist weder zufällig noch irrational. Wir werden wie von einem Autopiloten gesteuert, der auf abgespeicherte und erprobte Automatismen zurückgreift. Deren Ziel ist es, uns sicher durch Gefahren zu steuern und unser Überleben zu sichern. Das ist Teil unseres evolutionären Erbes, Wer über ein effektives Programm für Überfälle verfügt, ist im Fall der Fälle auf der sicheren Seite. Vergleichbar einem Piloten, in dessen Cockpit es brennt, dem Angehörigen einer Spezialeinheit, der eine Wohnung stürmen muß oder einem Autofahrer, der auf spiegelglatter Straße, sein Fahrzeug wieder unter Kontrolle bringen muss.

Zu einem Programm für Überfälle gehört u.a.:

Für Bankmitarbeiter und Ladenpersonal:

Ein effizientes Vorbereitungstraining minimiert einmal die unmittelbaren Folgen des Überfalls. Es verhindert darüber hinaus, dass es später zu einem Posttraumatischen Stress Syndrom (PTSD) kommt.

Nützlich ist auch hier das Training von hilfreichen Einstellungen. John Updike schreibt in einem seiner Romane: »Alles geht vorüber«, sagte sein Vater heiser. Die Worte »auch dies wird vorübergehen« sind tröstlicher alles, was ich in der Bibel gelesen habe. Abraham Lincoln hat sie ausgesprochen, in einer Rede vor dem Bürgerkrieg. Er bezog sich auf eine Geschichte von einem morgen- ländischen Herrscher, der seinem Weisen befahl, sie sollten ihm einen Satz nennen, der für alle Gelegenheiten passe. Und den hier haben sie ihm vorgeschlagen: »Auch dies wird vorübergehen«. Er passt, wenn's einem gut geht, und er passt, wenn's einem schlecht geht«.

Jean-Paul Sartre

Der Mensch ist nichts anderes als sein Entwurf; er existiert nur in dem Maße, als er sich entfaltet.