Bilder von links nach rechts:

    Hippokrates, 460 - 377 v.Chr.
    Mutter Theresa, 1910 - 1997
    Sigmund Freud, 1856 - 1939
    Viktor Frankl, 1905 - 1997

Traumabearbeitung im beruflichen Umfeld

Traumatisierende Erlebnisse wie z. B. Überfälle oder Geiselnahmen sind weit reichend und einschneidend. Sie sind nur mit brutalen Vergewaltigungen zu vergleichen. Was Menschen hier erfahren, verändert das berufliche und private Leben in einem für Außenstehende kaum nachvollziehbaren Ausmaß.

Bei diesen besonderen, nicht der beruflichen und sozialen Lerngeschichte zuzuordnenden Geschehnissen, kann es zur Erreichung eines Schwellenwertes im Bereich Furcht, Aggression und Frustration kommen, der im vegetativen Nervensystem einen gravierenden Stress-Mechanismus auslöst. Diese Geschehnisse bedingen eine Stressdosis auf höchstem Niveau, wegen der Dauer, Neuheit, Vielfältigkeit, Intensität und Häufigkeit.

Überfälle und Geiselnahmen lösen besonders belastenden Stress aus, der sich im Posttraumatischen Belastungssyndrom (PTSD) manifestieren kann. Ein Trauma ist ein Erlebnis, auf das der Mensch nicht in adäquater Weise reagieren und es verarbeiten kann. Deshalb verdrängt er es aus seinem Bewusstsein.

Wesentlich ist: Menschen, die ein Posttraumatisches-Belastungssyndrom ausbilden, sind nicht psychisch krank. Es ist bei ihnen keine Krankheit zu therapieren, sondern neue Erfahrungen müssen aufgearbeitet werden. Allerdings: Erfolgt diese Aufarbeitung nicht, findet der Mitarbeiter keine Beachtung »stellen Sie sich nicht so an«, kann sich die erfahrene Kränkung zu einem krankmachenden Prozess mit unabsehbaren Folgen verdichten.

Damit ist die Gesundheit der Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter bedroht. In der Folge ist das professionelle Arbeiten im Alltag gefährdet. Emotionale Stabilität ist die Grundlage für seelische Gesundheit und Qualität der Arbeitsleistung.

Zum Seminarinhalt:

Zielsetzung

Die traumatisierenden Ereignisse werden adäquat aufgearbeitet. Es wird dadurch verhindert, dass aus der akuten Posttraumatischen -Stressreaktion eine chronische Krankheit wird, die bis zur Berufsunfähigkeit führen kann. Die Menschen werden emotional stabilisiert und sie lernen, diese Erfahrung in ihr Leben zu integrieren.

Viktor Frankl

Das Leben hat einen Sinn und behält es unter allen Umständen, auch im Leiden