Bilder von links nach rechts:

    Aristoteles, 384 - 322 v. Chr.
    Epikur, 341 - 271 v. Chr.
    Marc Aurel, 121 - 180
    Jean-Paul Sartre, 1905 - 1980

Gehirnfunktionen und Stresssteuerung

»Das Gehirn ist eine großartige Sache« sagt Mark Twain. »Es funktioniert vom Augenblick der Geburt bis zu dem Zeitpunkt, wo du aufstehst, um eine Rede zu halten«.

Unser Gehirn ist primär nicht aufs Denken sondern aufs Überleben durch Gefahrenabwehr ausgerichtet. Dem dienen die vielfältigen Funktionen unseres gesamten Organismus. Besonders die, die man üblicherweise mit Stress bezeichnet. Der möchte uns fit machen für Flucht oder Angriff. Das sind, evolutionär gesehen, die beiden entscheidenden Strategien zum Überleben. Dafür wird in einem komplex und automatisch ablaufenden Prozess ein Kraftpaket »geschnürt«.

Die Stressreaktion unseres Körpers erfahren wir sofort und direkt durch ein Spannungsgefühl. Es resultiert aus einer deutlich wahrnehmbaren Kontraktion unserer Muskeln. Gleichzeitig erhöht sich unser Herzschlag und der Atem beschleunigt sich. Auch unser emotionaler Zustand verändert sich. Die Beobachtung und Wahrnehmung dieser drei Ebenen, die immer zusammenwirken, ist der Schlüssel, um unsere Stressreaktionen in den Griff zu bekommen. Die werden von zwei Nervenbahnen gesteuert: Dem Sympathikus und dem Parasympathikus. Wobei der Sympathikus für Spannung und der Parasympathikus für Entspannung zuständig ist.

Bedeutung von Entspannungstechniken

Ziel in Stresssituationen (jedenfalls in denen, die keine besondere Muskelkräfte benötigen und dass sind die allermeisten) ist also, von der sympathischen zur parasympathischen Reaktion zu kommen. Wer Techniken und Verfahren zur Entspannungen beherrscht, kann seine Stressreaktion sofort minimieren oder herunterfahren. Wobei eine Intervention auf einer Ebene sich direkt auf die beiden anderen auswirkt. Wer also auf der muskulären Ebene interveniert spürt, wie Herzschlag und Atemfrequenz deutlich reduziert werden und sich der emotionale Zustand stabilisiert; wer dagegen auf der vegetativen Ebene vergleichbare Techniken einsetzt erfährt, dass seine Muskulatur tendenziell lockerer wird und Angst ,Wut usw. reduziert werden.

Wir trainieren deshalb in unseren Seminaren und im Coaching u.a.

Dem Autogenen Training gebührt nach unserer festen Überzeugung eine zentrale Bedeutung. Weil es sich zur direkten und schnellen Stressreduktion besonders optimal eignet. Nach relativ kurzem Training lässt es sich etwa durch Kurzformeln am Telefon, in Besprechungen und überhaupt auf den unterschiedlichen Kommunikationsebenen mit verblüffendem Erfolg einsetzen.

Wir trainieren überhaupt vor allem Fertigkeiten, mit denen sich sowohl im privaten als auch beruflichen Alltag sehr schnell günstige Resultate erzielen lassen.

Jean-Paul Sartre

Drei Uhr morgens ist immer zu früh und immer zu spät für das, was du vorhast.